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Achtsame Kommunikation

Mehr und mehr sehne ich mich danach das Worte eine Bedeutung haben. Das Menschen mehr über Worte nachdenken. Überhaupt nachdenken. Bevor sie sie sprechen oder schreiben. Sich tatsächlich der Worte in ihrer Bedeutung bewusst sind. Ebenso der Konsequenz dessen, wenn Worte im falschen Kontext, oder in Unwissenheit der Definition, genutzt werden. 

Worte sind die gefährlichste Waffe auf diesem Planeten. In der falschen Konstellation vergiften sie den Geist einer Unzahl von Menschen. Instantly. Besonders über das Internet. Diese riesige Propagandamaschine, in der jeder völlig unkontrolliert seine Meinung publizieren darf. Wobei ich mit ,unkontrolliert’ vor allem die Themen meine, die gegen das Strafgesetzbuch, die Verfassung/das Grundgesetz verstossen. Nein, ich bin keine moralische Instanz. Und auch keine gesetzliche. Aber auch ich habe Werte und eine ethische Vorstellung. Davon wie man miteinander umgeht. 

Dieser Wahnsinn, den Worte anrichten können, ist für mich persönlich nur noch schwer zu ertragen. Mittlerweile selektiere ich für mich, völlig bewusst, was ich mir selbst noch antuen möchte. Die Bücher, die ich lese, ebenso die Blogs, wähle ich für mich sehr genau aus. Das ist meine Art der Selbstfürsorge. Der Abgrenzung. Das ist mir mittlerweile enorm wichtig geworden.

Mich zum Nachdenken und Umdenken bewegt hat dieses Jahr einiges. Vor allem das Buch „Wer wir sein könnten“, von Robert Habeck, war ein absoluter Zünder. Die Bücher von Eckhart Tolle erweiterten meinen Wunsch nach einer ausgewognen Kommunikation. Nach achtsam gewählten Worten. Oder eben der Stille. Es begann die Transformation meines Inneren. Sicherlich bin ich nicht perfekt. Aber ich merke die Veränderung. Besonders in der Wortwahl. In der Ausdrucksweise und der Art wie ich spreche. Was ich kommuniziere und in welchem Ton. Und vor allem: mit wem!

Mit den Menschen, mit denen ich mich treffe, führe ich ausführliche Gespräche und mitunter sehr intensive noch dazu. Die Gespräche sind klar. Ruhig. Nicht hektisch. Und schon gar nicht aggressiv. Auch wenn jeder mal seinem Unmut Luft macht. Je nach Thema. Auch den eignen. Trotzdem nehme ich von solchen Gesprächen immer sehr viel mit. Und ich denke darüber auch nach. Sei es über die Inhalte, oder die gewonnen Erkenntnisse für mich. Das ist eigentlich genau das, was Kommunikation ausmachen sollte. Einen Ansporn geben. Inspirieren. Dafür ist sie da. 

Das heute mehrheitlich ein Kommunikationsmissbrauch stattfindet ist unbestritten. Aufhetzen, aufwiegeln, Meinungsmache, Hetzkampagnen, Diffamierung, all dies wird uns täglich im Überangebot bereitgestellt. Das Wesentliche bleibt aussen vor. Darüber hinaus verroht unsere Sprache in einem Maße, die man früher noch als Gossensprache klassifiziert hätte. Dies zieht sich mittlerweile durch alle Gesellschaftsschichten. Asozial im Ausdruck ist das neue „schick“. Und birgt in mir den Wunsch mich umgehend zu übergeben. Wollen wir tatsächlich so weitermachen? Geht es wirklich nur noch darum mit Worten zu provozieren, niederzumachen, andere „wegzuputzen“? Wäre es nicht deutlich angenehmer, wenn wir diese unterschwellige Grundaggressivität im Ton und der Wortwahl ablegen? Um mal wieder auf ein gesundes Maß der gegenseitigen Wertschätzung zu gelangen? Auch sich selbst gegenüber? Ich persönlich mag diesen Gedanken. Wirklich. Sehr. 

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