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Alles muss einen Wert haben

Erstaunlich was alles einen Wert haben muss. Dinge die wir erwerben. Auch Wissen. Selbst Menschen. Und am Ende tatsächlich sogar Beziehungen.

Die alles wird von uns mit einem Wert bemessen. Neben der menschlichen Erfindung ‚Zeit‘, ist die des ‚Wertes‘ die vermutlich Schlimmste.

Sicher, ganz unnütz sind beide nicht. Doch Homo Sapiens treibt das Ganze ab adsurdum. Wir bewerten. Alles. Und jeden. Lassen bewerten. Sogar uns. Selbst. Von anderen. Im Beruf. Und auch Privat.

Wo bleibt da die Freiheit? Das für uns so wichtige Zwischenmenschliche? Kann ich den Wert einer Partnerschaft tatsächlich bemessen? Ihr einen Wert geben? Geschäftlich mag das gehen. Interessengemeinschaften. Allianzen. Meist zeitlich befristet. Oft zum vermehren von Geld. Dabei ist Geld sogar ein wunderbares Mittel um etwas zu bewerten. Sei es ein Produkt. Ein Vorhaben. Inklusive der Beteiligten. Arbeitskräfte. Material. Menschenmaterial.

Wie ist das in der Liebe? Wieso bewerten wir etwas so Wunderbares überhaupt? Weil Menschen einen Sinn in dem sehen müssen was sie tun. Zack. Gemerkt? Etwas einen Sinn geben ist eine Bewertung. Würden wir keinen Sinn in etwas sehen, wäre es Unsinn. Und somit wertlos. So viele Partnerschaften scheitern, genau aus diesem Grund. Weil Menschen keinen Sinn mehr sehen. Im anderen. In der Beziehung an sich. Oder einfach jemand anderem mehr Sinn zuordnen. Alles Bewertungen.

To be fair: es gibt tatsächlich etwas dem sogar ich einen Wert zuordne. Ständig. Und das sind Worte. Sie müssen für mich eine Bedeutung haben. Vor allem weil sie unser Handeln bestimmen. Korreliert dies nicht, sind sie bedeutungslos.

So ganz wertfrei bin ich also auch nicht. Aber dafür schreibe ich auch gerne mal Blogeinträge mit einem Augenzwinkern.

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