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Das Ding mit dem inneren Frieden

Gibt solche Tage, da drehen die Gedanken einfach frei. Dann herrscht Unruhe. Mitunter Chaos. Im Kopf. Die sonstige Ausgeglichenheit weicht den aufkommenden Emotionen. Und schon findet man sich in einem Meer aus unbewältigten Themen wieder.

Mir geht es mit Masse an den Wochenenden so. Das geht gerne schon gleich nach dem Aufwachen los. Meist aus einem Traum. Indem es eben genau um eines dieser Themen ging. Wenn ich mich dann weiter darauf einlasse war es das mit der Tagesplanung. Mein Ego ist ein furchtbarer Gegner. Hartnäckig. Unablässig. Gaukelt mir vor ich könne Frieden darin finden, wenn ich mir ausmale wie ich in der Zukunft reagieren würde. Weil ich in der Vergangenheit nicht richtig, oder zu spät reagiert habe. „Verdammtes Ego, Du hast keine Identität.“

Meditation. Atmen. Zu mir finden. Mich spüren. In mich hineinfühlen. Das ist was hilft. Und wenn es nicht ganz klappt an dem Chakrapunkten zu verweilen, dann muss ich es eben aushalten. Manchmal bin ich dann tatsächlich selbst erstaunt wie leidensfähig man sein kann. Da geht ne Menge. Über Stunden. Unfassbar.

Anfänglich habe ich tatsächlich noch versucht diese inneren Kämpfe zu gewinnen. Damit meinem Ego weiter Nahrung gegeben. Wodurch es nur stärker wurde. Also habe ich meinen Strategie geändert. Ich hungere es aus. Lasse es einfach geschehen. Und somit irgendwann entkräftet ins Leere laufen. Nicht das dies nicht auch weh tun würde. Denn mein Ego hat auch eine immense Ausdauer. Was in der Tat sehr kräftezehrend ist.

Doch es wird immer häufiger rasch müde. Umso schneller sogar, wenn ich es in Mitgefühl bade. Mir somit selbst verzeihe. Keine einfache Übung. Denn dann suggeriert mir mein Ego das ich ja etwas falsch gemacht haben müsste. Wieso sonst verzeihen?

Was für ein gewiefter Fuchs mein Ego doch ist. Es wehrt sich mit allen verfügbaren Methoden. Versucht die Oberhand zu behalten. Mich zu kontrollieren. Doch da hat es die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Mein Körper. Mein Geist. Und darüber bestimme ich. Ist eigentlich ganz einfach. Denn nur so finde ich meinen inneren Frieden. Irgendwann.

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