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Der Umgang mit dem inneren Schmerz

Viele Arten von Themen können uns Menschen Schmerzen bereiten. Sie sammeln sich alle in unserem Schmerzkörper, der ein Bestandteil von uns ist. Glaubt man Eckhart Tolle, so haben wir sogar einen Jahrtausende alten, kollektiven Schmerzkörper. Jeden Menschen betrifft das. Nur spüren ihn nicht alle Menschen, da die Masse im Autopilot läuft. Sich mit Brot & Spielen betäubt dem Schmerz mitunter gar nicht stellt.

Innere Schmerz spüren wir zum Beispiel bei Wut, Verzweiflung, wie auch bei Trauer/Verlust. Dabei ist dieser innere Schmerz schrecklich intensiv. Es fühlt sich an, als ob einem jemandem die Seele aus dem Leib entreissen möchte. Diese Schmerzen gehören für mich tatsächlich in eine ganz eigene Kategorie. Einmal ausgelöst hat man nur eine Option: sich selbst dem Schmerz zu stellen. Man muss ihn aushalten. Das ist sicherlich leichter geschrieben als getan. Aber das ist so. Dennoch es gibt Möglichkeiten ihn in den Griff zu bekommen.

Eine Möglichkeit besteht darin, in dem Moment, wenn der Schmerz kommt, begrüsse ihn (z.B. mit „Hallo Schmerzkörper“). Akzeptiere das er da ist. Dann werde Dir Deiner gewahr. Spüre in Dich hinein. In Dein formloses Ich. Registriere, wo der Schmerz sitzt. Das kann in Deiner Brust, im Herzen, im Bauch…völlig egal, nimm ihn einfach nur wahr. Bewerte ihn nicht, Du weisst und spürst sowieso das er weh tut. Beobachte ihn und fang an ruhig zu atmen. Zähle Deine Atemzüge: beim Einatmen 1, beim Ausatmen 2… usw. Diese kleine, einfach Achtsamkeitsübung hilft Dir die Gedanken zu beruhigen. Du vergleichst nicht mehr die Vergangenheit („hätte ich doch“, „wäre das so verlaufen, dann…“ – STOP IT! Du kannst es sowieso nicht mehr ändern!) oder die Zukunft („wenn das und das passiert geht es mir endlich besser“) mit dem was ist. Sobald sich Deine Gedanken beruhigen, beruhigt sich auch Dein Geist. Dein Ego wird stiller, Du entziehst dem Schmerzkörper die Nahrung.

Diese Übung ist wirklich sehr schwierig und mitunter ziemlich belastend. Man ist danach fix und fertig. Obwohl der Schmerz nur temporär da war.

Je nach Thema kommt er immer mal wieder. Wie in Wellen. Und die sind bekanntlich auch nicht alle gleich hoch und wuchtig. Daher empfiehlt es sich die schmerzfreie Zeit im Anschluss ganz bewusst wahrzunehmen. Geniesse sie! Sammle Kraft. Du wirst sie brauchen. Und irgendwann werden die Wellen immer kleiner. Bis sie nur noch ein kurzes Aufschwappen, ein Plätschern sind.

 

 

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