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Eilige Gedanken und ein Buch

Sie springen. Rennen. Hektisch. Zur Tram, dem Zug. Schnell noch einen Coffee to Go. Den Lottoschein abgeben. Heute wird‘s bestimmt was. Dann hat der Stress ein Ende. Nicht erst ab Montag, sondern sofort. Und wenn nicht? Auch egal.

Es ist Freitag. Wochenende. Alles ist möglich. Vor allem Abends. Schick anziehen, zeigen wer man ist. Im Restaurant. Einer Bar. Und wenn man wieder allein nach Hause geht, spät nachts, muss man wenigstens ein Insta Pic hochladen. Sollen ruhig alle sehen wer man ist. Was man erlebt.

Es ist 17h. Ich sitze ruhig in einem Café. Beobachte das hektische Treiben. Die Sonne geht unter. Da steht ein Typ und macht schnell ein Bild mit seinem Smartphone. Apple. Natürlich. Ob er sich ebenso über die Bildqualität seines Endgerätes ärgert wie ich? Wer weiss. Fragen kann ich ihn nicht. Er ist schon wieder weg. Und ich zu entspannt als das ich aufstehen möchte, um ihn zu befragen.

Der Kaffee ist gut. Was mache ich danach? Buchhandlung? Ja genau. Ich muss sowieso noch ein Buch besorgen. Ein Geschenk.

Schon wieder rennen Menschen an mir vorbei. Schon merkwürdig, wie eilig es immer alle haben. Früher bin ich auch gerannt. Ständig war ich zu spät dran. Heute bin ich ziemlich entspannt am Thema. Wo doch alle paar Minuten was fährt.

Abgewöhnt hatte ich es mir damals. In Berlin. Ach….Berlin. Ich schwelge in Erinnerungen. Bald habe ich das wieder. Wenn auch nur kurz. Aber mit vollem Terminkalender. ‚Vergiss das Geschenk nicht‘, denke ich mir so.

Zuglärm. Stimmen. Wer spricht da, wo doch alle auf ihre Smartphones schauen? Egal. Ich nehm den letzten Schluck Kaffee und gehe los. Das Buch…

Ihr Text: 1656 Zeichen, 275 Wörter Bullshit-Index :0.03 Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf ‚Bullshit‚-Deutsch.

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