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Formen sind Dinge

Unlängst lauschte ich einen der vielen Vorträge von Eckhart Tolle, in dem er den Unterschied zur „Form“ und zum „formlosen (Ich)“ vermittelte.
Bisher ging ich davon aus, dass es sich bei Formen lediglich um Gegenstände handelt. Also Dinge, die man tatsächlich greifen kann. Da unterlag ich wohl einem Irrtum. Tolle nämlich deklariert sogar Wissen als eine Form. Damit bekommt meine Weltanschauung eine ganz andere Dimension. Denn Wissen, oder zumindest der Wissenskonsum ist somit materialistisch.

Vorab: geht es mir nicht darum das Menschen kein Wissen aufbauen sollen. Es geht nicht darum Menschen dumm zu halten. Nein. Es geht darum wieviel Wissen ein Mensch überhaupt erfassen kann. Und vor alle dem mit welchem Wissen wir unseren Geist füttern, da jedes weitere Wissen eine neue Form erzeugt. Manche mögen mit anderen verschmelzen, ergeben dann aber zwangsläufig eine noch grössere Form. Puh…

„Wenn ich mir das und das Wissen aneigne, dann bin ich ein besserer Mensch“, „wenn ich diese Ausbildung habe, dann habe ich einen Vorteil gegenüber anderen“.

Diese Aussagen habe ich die letzten Jahre im Überfluss gehört und auch für mich selbst angewandt. Und neues Wissen schafft Inspiration. Keine Frage. Der ausschliessliche Konsum von Wissen jedoch nimmt Platz weg. Im Kopf, in den Gedanken, im Geist und im realen Leben nimmt er Zeit. Zeit, die man für die Gegenwart, sein Familie oder andere Menschen dringend benötigt.

Im Resultat bedeutet das: man kann noch so minimalistisch Leben kann, alles ist lediglich ein horten von Formen (Dingen).

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