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Fotoprojekt „Maske auf“ – Teil 2: Plot Twist

Alle meine Figuren tragen Masken. Alle. Ausser einem: dem Joker. Wieso?

(Butler) Alfred: „Wissen Sie Master Wayne, ich glaube manche Menschen wollen diesen Planeten einfach nur brennen sehen.“

Im Batman Universum gab es schon unzählige Darstellungen des Jokers. Und so wie es eben nur einen Batman (Christian Bale) für mich gibt, so gibt es für mich eben auch nur einen Joker (Heath Ledger). Die Pop-up Figur hierzu hat eine Karte in der Hand.

Besagte Karte kann für vieles stehen. Vielleicht für „ein Attest, um keine Maske tragen zu müssen“? Ein Handy, das man anderen provokativ ins Gesicht hält – um sie zu filmen und dies auf dubiosen Telegram-Känalen zu teilen? Einen „Beweis“, dafür wie wahnsinnig man bereits ist? You name it.

Am Ende kann man die Karte drehen wie man möchte. Sie zeigt immer das selbe Bild. Egal wie man argumentiert, das Bild bleibt (bestehen). Und wird im Zweifelsfall so lange gedreht, bis man wieder das ursprüngliche sieht.

Dabei steht der Joker für all das, was gegen jegliche Vernunft spricht. Mit einem Ziel: die Zersetzung der bestehenden Ordnung. Chaos. Als Heilmittel für eine kränkelnde Welt, die ohne diesen ganzen Wahnsinn vermutlich eine Bessere wäre. 

Mentale Gesundheit ist m.E. überaus wichtig. Gerade in dieser Zeit. Um sie zu erlangen, oder beizubehalten, gibt es unzählige Methoden. Doch viele scheitern bereits an der Motivation. Zusätzlich bietet unser Kommunikationsnetz Unmengen an – teils unnötigem – Input. Diese riesige Informationsflut wird immer unüberschaubar. Doch wir nehmen sie weiter auf. Zu allem Überfluss kommen weitere äussere Einflüsse hinzu. So tragen zum Beispiel die, teils doch sehr widersprüchlichen, Entscheidungen mancher Regierungen nicht zur Entspannung und Beruhigung bei. Lassen uns noch mehr zweifeln.

Vielleicht schauen wir auch zurück. Sehnen uns nach Vergangenem und schauen voller Sorge in die Zukunft. Und belasten so unsere Psyche zusätzlich. Wir hören gar nicht mehr auf zu denken.

Letztendlich erscheint es dann wohl einfacher, kruden Fantasien und Theorien aufzusitzen. Anstatt das wir uns auf uns selbst konzentrieren. Unser Affengeist springt hin und her. 

Gleichwohl beharren wir auf unsere Meinung. Unseren Standpunkt. Der für uns der einzige Wahre zu sein scheint. Was die Schaffung von Konsens verhindert. Und eben das ist riskant. 

Denn, wenn alle Seiten gar nicht an einem Konsens interessiert sind, dann mündet dies unweigerlich in einem härteren Konflikt. 

Schon verrückt, welche Gedanken einem bei so einem Fotoprojekt kommen. Wahnsinn. Quasi.

Wer mehr davon sehen möchte, der kann gerne auf meinem Instagram-Account weitere Fotografien aus diesem Projekt anschauen.

Viel Spass. Und: Maske auf!

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