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Free ya mind

„All alone, or in two’s /
The ones who really love you /
Walk up and down outside the wall /
Some hand in hand /
And some gathered together in bands /
The bleeding hearts and the artists /
Make their stand / And when they’ve given you their all /
Some stagger and fall, after all it’s not easy /
Banging your heart against some mad bugger’s wallIsn’t this where“

(Quelle: Outside the Wall – Pink Floyd)

 

Mit 4 Jahren war mein Leben unbeschwert. Ich war klein. Lernte die Welt gerade kennen. In mir war ein unbändiger Forscherdrang. Meine Familie behütete mich liebevoll und half mir dabei Dinge zu verstehen. Es gab zwar Regeln, Grenzen, aber keine Mauern. Ich war frei. Unbeschwert konnte ich gehen wohin ich wollte. Sein wer ich wollte.

Einige Jahre später, ich war 8 Jahre alt, waren die Grenzen in Teilen bereits zu erkennen. Natürlich war meine Familie liebevoll und hob ihre schützende Hand über mich. Und sie ließen mich auch einige Erfahrungen selbst machen. Denn nur so konnte ich lernen später in dieser Welt zu bestehen.

Und wie es im Leben nun mal so ist, veränderte sich meine Welt. Es gab mehr Regeln. Grenzen waren nun ganz klar. Auch die ersten Umrisse einer Mauer wurden sichtbar. Über die Jahre wuchs sie weiter. In der Breite, Länge, sogar in der Höhe. Wie eine riesige Welle. Die unaufhaltsam auf einen zukommt. Immer schneller wird. Alles vor und unter sich mitreisst. Und sich alles, was im Weg steht, einverleibt.

Die freie Fläche, bunt und vielfältig, auf der ich mich einst nach Belieben bewegen konnte: sie wurde kleiner. Spürbar. Natürlich blieb die Liebe meiner Familie bestehen. Bis heute.

Aber vielleicht hast Du es bereits geahnt, dass diese Mauer ein Symbolbild für unsere heutige Gesellschaft ist. Getrieben von Leistung. Von Zielen. Zielerfüllung. Natürlich auch Geld. Als Belohnung. Ein Anreiz. Dafür wenn man Teil dieser Mauer wird. In ihrer Struktur lebt. Ihre Gesetze befolgt. In der die meisten nur noch automatisiert fungieren. Dabei aber um so weniger Liebe empfinden. Oder diese geben. Sie wird auch immer weiter wachsen. Denn ihre Bausubstanz sind alle Menschen dieser Erde. Bis es keine freien Flächen mehr gibt. Auf denen man sich frei und unbeschwert bewegen kann. Und das es sich bei der freien Fläche um unsere Gedanken handelt, das hast Du sicherlich auch schon geahnt.

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