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Frei. Sein.

„Meine Gedanken sind kein Bach, kein Teich, kein Fluss, kein See. Meine Gedanken sind ein Ozean. Weit. Mitunter unentdeckt. Tief. Und irgendwann auch dunkel. Wie die Nacht. Aber auch dort sind Gedanken. Die leuchten. Farbenfroh. In der Stille. In der Weite des Ozeans.“

In jedem von uns schlummern Wünsche. Träume. Sehnsüchte und Bedürfnisse. Manche sind offensichtlich. Andere teilen wir nur mit Menschen die wir kennen. Wenige nur mit Menschen die uns sehr nah sind. Während Vieles in unserem Inneren bleibt. 

Es sind Geheimnisse. Vielleicht weil wir Angst haben verletzbar zu werden. Oder sie kommen uns selbst so unrealistisch vor, dass wir glauben andere würden uns dafür auslachen. 

Durchaus gibt es auch Gedanken/Dinge, die wir noch gar nicht richtig wahrgenommen haben. Unentdeckt. Ein verborgenes Potential. Eine Fähigkeit. Die verkümmerte. Der niemand ihr Beachtung geschenkt hatte. Die Förderung fehlte.

Was hast Du als Kind gerne gemacht? Erinnerst Du Dich daran, wie Du gerne gemalt hast? Oder wie gerne Du in die Natur bist? In den Wald. Dinge, die Du fandest, mit nach Hause brachtest? Sie in eine Kiste legtest? Die Du dann im Schrank versteckt hast? Hast Du gerne geschrieben? In ein leeres Buch? Es mit Deinen Geschichten zum Leben erweckt?

Während wir aufwachsen gehen viele Gedanken verloren. Unsere kindlichen Fantasien. Mitunter sogar unsere Kreativität. Oftmals auch der Mut etwas zu tun. Etwas zu erzählen. Vielleicht aufgrund des fehlenden Zuspruchs. Oder es wurde kategorisch unterbunden. Egal in welcher Form. Sie liegen irgendwo versunken in unserem Ozean der Gedanken.

Dabei sind unsere Grenzen antrainiert. Es sind erlernte Verhaltensmuster. Das Resultat unserer Erziehung und Ausbildung. 

Natürlich gibt es Regeln. Gesetze. Das ist in Gemeinschaften notwendig. Denn sie geben uns die Sicherheit das wir frei leben können. Insofern geht es nicht um Anarchie. Sondern um verstecktes Potential. Um die Freiheit des Denkens, Sprechens und Handelns. Zu erkennen wer man ist. Und was man kann. Zu tun, was einem liegt. Und nicht, weil man darin eine Ausbildung gemacht, oder einen Studienabschluss hat. 

Nicht grundlos stellen wir uns früher oder später die Frage, nach dem Sinn des Lebens. Fühlen uns fehl am Platz. Haben wir den Wunsch etwas völlig anderes zu machen. Manche krempeln dafür sogar ihr komplettes Leben um. Verlassen die gut ausgebauten Strassen. Und gehen einen neuen Weg. 

Freilich, nicht jeder Lebensweg verläuft geradlinig. Auch hat nicht jeder Mensch die Chance sich völlig zu entfalten. Je nach Herkunft und sozialem Umfeld wird vieles sogar bewusst unterdrückt. Unterbunden. 

Und dennoch steckt so vieles in uns. Wartet darauf entdeckt zu werden. An die Oberfläche zu kommen. Ohne Sorge haben zu müssen, dass sich jemand daran stört. Das ist was wir wollen. Frei. Sein.

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