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It‘s all about trust

Wie zerbrechlich doch Vertrauen ist. So fragil. Es ist, in der Tat, immer wieder erstaunlich. Gerade dann, wenn man glaubt es sei alles so stabil: zack, rumms, schon ist es wieder am Bröseln.

Vertrauen ist in der Tat eine der wichtigsten Eigenschaften für Lebewesen. Vertrauen hilft uns Gemeinschaften zu schaffen. Zu stabilisieren. Dies gilt für Tiere, wie auch für Menschen, gleichermassen. Ohne Vertrauen keine Gemeinschaft.

Doch wieso ist Vertrauen so instabil? Das ergibt sich aus unseren Erfahrungen mit anderen. Jedes Lebewesen hat von Geburt her Eigenschaften. Die mächtigste Eigenschaft ist der (Über-)Lebenswille. Beim Homo Sapiens kommt noch mit hinzu das er immer auf seinen Vorteil bedacht ist. Eine Eigenschaft die es zu zügeln gilt. Übrigens. Daher ist Achtsamkeit auch so schwierig.

Zu gerne erheben wir uns über andere. Werden gierig. Meist ohne Rücksicht auf Dritte. Oder unsere Umwelt. Und genau dann wird es schräg. Gerade dann, wenn man feststellt das man mit Gewalt schneller ans Ziel kommt. Psychisch wie physisch. Dann wird der Mensch zum Tier.

Und unser Vertrauen wird erschüttert. Bis ins Mark. Mühevoll aufgebaute, über Jahre errichtete Konstrukte stürzen plötzlich ein. Obwohl sie auf einem guten Fundament standen. Mit massivem Gerüst errichtet wurden.

Und was tun Menschen noch? Genau: sie handeln verantwortungslos. Selbst wenn sie spüren, sehen, dass sie eben einem anderen Menschen immensen Schaden zugefügt haben. „Es sind ja Deine Emotionen. Was kann ich dafür das Du das jetzt so empfindest?“

Und genau dann zerbrechen Menschen. In diesem Augenblick verlieren sie jegliches Vertrauen.

Für mich ist Vertrauen das höchste Gut. Meine Maxime ist es niemanden zu belügen, zu täuschen, oder zu hintergehen. Sondern zuzuhören, zu fördern und Mitgefühl zu empfinden. Gleichwohl übernehme ich Verantwortung. Für meine Worte. Für mein Handeln. Konsequent. Und nachhaltig.

Allerdings messe ich auch andere daran. Daher fällt mir vertrauen selbst auch so schwer.

Und wie schaut’s bei Ihnen aus?

2 Kommentare

  1. Mir fällt ein gutes Beispiel aus der Selbsthilfe, in der ich aktiv bin, ein. Kommt ein Neuer zu uns, öffne ich mich ihm gegenüber in der Gruppe ganz bewusst, gewähre ihm, wenn man so will, einen Vertrauensvorschuss. Zugleich „erlaube“ ich ihm damit aber auch, es mir gleichzutun, sich ebenso zu öffnen.

    Im täglichen Leben, das ja nun mal keinen „geschützten Raum“ wie eine Gruppe darstellt, halte ich es im Grundsatz ähnlich. Wobei ich mir heute genau anschaue, wem ich einen Vertrauensvorschuss gebe und wem besser nicht. Im Zweifel lasse ich es. Falls ja, dann schaue ich im nächsten Schritt, wie der Betreffende damit umgeht. Spätestens hier spüre ich, wie vertrauenswürdig mein Gegenüber ist.

    Geschäft und Vertrauen, hmm. Eine schwierige Kombi, die Welt ist da schon verdorben. der eigene Vorteil heiligt all zu oft die Mittel, ja. Vertrauen und Vorsicht…

    Lieben Gruß dir.

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