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Klatschen ist mir einfach zu wenig

Ziemlich oft werde ich gefragt, wieso ich die ganze Zeit so super entspannt bin. Und wie ich es schaffe, mit der gegebenen Situation einigermassen gelassen umzugehen. Daher möchte ich heute ein paar Methoden und Werkzeuge vorstellen. Die ich selbst nutze.

Selbstfürsorge ist enorm wichtig. Denn es ist Ausdruck meiner Wertschätzung. Und zwar mir selbst gegenüber. Wenn ich mich selbst gut behandle, geht es mir innerlich gut. Körperlich und mental. Letztendlich stärkt dies meine innere Haltung. Meine positive Sicht. Auch auf das Leben.

Beginnen wir mit der Atmung. Sie versorgt nicht nur unseren Körper und unser Gehirn mit Sauerstoff. Irgendein schlauer Fuchs hat vor vielen Tausend Jahren herausgefunden, dass sie tatsächlich so viel mehr kann. Zusammengefasst wurde dies unter anderem im Yoga. Unter dem Begriff ,Pranayama’. Es gibt zig Techniken, wobei ich 3 davon in meine Tagesroutine aufgenommen habe.

1. Sama Vritti – eine einfache Übung um die Gleichmässigkeit der Atemzüge zu trainieren

2. Bhastrika – der Blasebalg unterstützt die kraftvolle und tiefere Atmung

3. Kriya – eine tatsächlich sehr gute Übung zur inneren Reinigung

Für genauere Details, Techniken und wie sie korrekt ausgeführt werden usw. gibt es im Netz ganz tolle Informationen und Tutorials. Dies gilt auch für den nachfolgenden Punkt: Yoga.

Vorab für die männliche Leserschaft: lass Dich nicht irritieren. Von niemandem.

Mitunter werde ich belächelt, wenn ich jemandem von meinen Yoga-Erfahrungen erzähle. Oder ernte spöttische bis unterirdische Kommentare. Jedoch hält mich das nicht davon ab meine Asana zu praktizieren. Weil es mir persönlich gut tut.

Ein kleine Bitte meinerseits, an die lesenden Trainer*innen und Therapeuten hier: oftmals wird für Yoga mit den lustigsten Posen und Verrenkungen geworbenes. Und es ist toll, dass Ihr das könnt. Und ja, es schaut auch super auf Insta & Co aus. Aber sowas schreckt durchaus auch ab!

Menschen, die noch nie zuvor Yoga gemacht haben, verlieren schnell die Lust daran, wenn sie mit Übungen konfrontiert werden, die nicht als alltägliche Bewegungen zu erkennen sind. Womöglich jeder Schwerkraft trotzend.

Tatsächlich stärkt Yoga unser „Gerüst“. Macht uns stabiler. Schafft gleichzeitig auch Flexibilität. Wie Bambus. Man „bricht“ weniger schnell. Wird belastbarer. Und hat dennoch mehr Balance.

Da Yogagruppen derzeit ausfallen nutze ich die App ,YogaEasy‘. Sicherlich findest Du aber auch Online eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote. Bis hin zu Sessions mit ausgebildeten Trainer*innen. Und, vielleicht gibt es ja bald wieder ein Leben ausserhalb der heimischen 4 Wände.

Kommen wir zur inneren Ruhe. Mir persönlich hilft hier die Meditation. Sehr sogar. Daher praktiziere ich sie morgens und abends. Es mag anfänglich etwas schwierig erscheinen. Und oft höre ich die ‚Ausrede‘: „ich bin sehr ungeduldig“. Perfekt. War ich auch mal. Sehr sogar. So ca. 44 Jahre lang. Dann habe ich angefangen zu meditieren. Zack. Mein derzeitiges Level an Entspanntheit entspricht ungefähr dem eines Panda beim Bambuskauen. Gerade mental hat mich Meditation sehr ausgeglichen werden lassen. Ich kann das jedem nur ans Herz legen. Probier es aus. Und nein, man muss nicht 45 Minuten komplett ruhig dasitzen. Es reichen am Anfang auch 3-10 Minuten. Die Steigerung kommt ganz von alleine. Man wird auch nicht abheben und davon schweben. Zumindest nicht physisch. Meditation beruhigt einfach unseren ‚Affen-Geist‘. Stoppt die Unruhe im Kopf.

Auch hierfür gibt es super Apps. Das vermutlich beste deutschsprachige ist ‚Headspace‘. Gerade für Einsteiger prima geeignet. Ich selbst nutze parallel (und ausgiebig) dazu ‚Sattva‘. Weil es eine Vielzahl von unterschiedlichen Arten der Meditation anbietet. Denn Meditation ist tatsächlich so viel mehr. Und nicht nur „Topfpflanzenhaltung & dabei still sein“.

Ein weiterer Punkt, den ich als Teil meiner persönlichen Selbstfürsorge ansehe, ist die Ernährung. Nachdem ich es tatsächlich nicht mehr ertragen konnte, nach so ziemlich jedem Essen, Bauch-und Magenschmerzen zu haben, habe ich diese umgestellt. Natürlich steht es jedem Menschen frei, zu essen was er möchte. I‘m not judging you. For sure not. Mitunter gönne ich mir auch mal ein Stück frischen Fisch. Selten einen Döner oder vergleichbares. Aber eben nur dann, wenn ich mir völlig darüber bewusst bin, dass ich am nächsten Tag die Beschwerden aushalten werde. Ansonsten stehen auf meinem Speiseplan Gemüse und Obst. Möglichst sessional. Möglichst regional. Und möglichst Bio. ‚Industrie-Frass‘ ist nicht so meins. Äusserst selten esse ich Weizenprodukte (Backwaren vermeide ich möglichst ganz). Ausserdem trinke ich ausschliesslich Wasser. Tee. 2-3 Kaffee pro Tag (shame on me). Und definitiv kein Alkohol.

Wenn Du nun für Dich ein ganzheitliches Konzept suchst, das Buch ‚Gesund und entspannt mit Ayurveda‘ (ISBN: 9783831036189) ist super. Es umfasst alle obigen Themen. Einfach erklärt.

Was mir zusätzlich hilft, mich selbst im Gleichgewicht zu halten, ist der Konsum von Information. Respektive die Konsumvermeidung. Darüber habe ich in früheren Blog-Einträgen bereits ausführlich geschrieben. Erwähne es aber. Im Rahmen der Vollständigkeit. Wenn es meine Zeit und die Regeln zulassen, dann gehe ich spazieren. Achtsam. So sammle ich neue Eindrücke. Bücher sind ebenfalls eine gute Idee.

One more thing – und das mag Dir nun vielleicht als oberflächlich erscheinen, finde ich aber zugehörig zur Selbstfürsorge – ich achte auf meinen Körper. Auch äusserlich Jeder mag das für sich anders handhaben. Und das ist auch wirklich komplett ok. Doch für mich ganz persönlich ist ein gewisser Grad an ‚Verwahrlosung’ einfach ein Indikator dafür, dass es mir nicht gut geht. Innerlich. Und nur weil ich gezwungen bin ein paar Wochen zu Hause bleiben, bedeutet das nicht, dass ich mich gehen lassen muss. Körperpflege und Körpergefühl spielen bei mir sehr einher. Gerade weil das meinige eh schon sehr verschroben ist. Und sich dann auf meine Psyche auswirkt. Die sich dann wieder Scherze mit mir erlaubt.

Tägliche Körperpflege und 1x die Woche etwas Wellness. Mir persönlich bin ich das wert. Und es spricht nicht dagegen etwas die Form zu wahren. Auf seine derzeitige Hülle zu achten.

Alles was ich hier beschrieben habe, hilft mir. Ganz persönlich. Im Gleichgewicht zu bleiben. Ich habe das bereits vor dem Lockdown so gemacht. Und werde es auch weiterhin tun. Unabhängig von der Situation. Oder sonstigen Umständen.

Ich lade Dich herzlich dazu ein, es für Dich zu versuchen. Zu probieren. Nachzumachen. Aus Liebe zu Dir selbst.

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