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Looking forward

Gefühlt sind in diesem Jahr unzählige Meteoritenschauer in meiner unmittelbaren Umgebung eingeschlagen. Einige haben mich dann auch getroffen.

Ich habe erlebt wie Menschen ihren Job verloren haben. Viele. Auch Menschen die mir Nahe stehen/standen.

Und ich habe erlebt, wie austauschbar Menschen insgesamt geworden sind. Wie oft ein Kollateraleschaden in Kauf genommen wird. Wie wir uns immer weiter in eine Kultur der jammernden Einzelkämpfer hineinmanövrieren. Und von allen anderen das einfordern, was wir selbst selten bereit sind zu geben. Dafür aber lautstark. Skrupellos.

Ich habe erfahren was Kummer und Sorgen an Leid verursachen. Psychisch. Vor allem. Wie man sich fühlt, wenn geliebte Menschen einfach weg sind. Und welche brutalen innere Schmerzen damit einhergehen können. Der Lebensmut sinkt. Weil es die Seele einfach nicht mehr packt. Dabei habe ich gelernt, welch hohes Gut Gesundheit tatsächlich ist. Dafür aber, was Liebe alles nicht ist. Wie Menschen sind, wenn sie nur noch sich sehen. Aber nicht mehr ihr Umfeld. Was Vertrauen bedeutet. Wie wichtig Bauchgefühle sind.

Aber es gab auch schöne Momente. Befreiende. Zugleich.

Sicher zu sein tatsächlich keinen Krebs zu haben. Der wohl schönste Augenblick dieses Jahr. Nach 5 CTs. Das letzte Mal vor Freude habe ich bei der Geburt meines Sohnes geheult. Soweit ich mich erinnere.

Zu wissen, dass es Menschen gibt, denen man nicht egal ist. Und die sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, um einen kümmern. Auch wenn man seine eigne Existenz gerade in Frage stellt.

Das Freunde, die man 5 Jahre nicht gesehen hat, die letzten 25 Jahre dennoch nicht einfach achtlos wegkippen.

Wie sich auch aus Bekanntschaften herzliche Freundschaften entwickeln. Auch wenn sie virtuell sind. (Und dafür mal auch ein herzliches Dankeschön an Dich, Dich dort und Du weisst schon wen.)

Des Weiteren habe ich für mich realisiert das eine Änderung des MindSets wichtig ist. Das Meditation mehr ist, als nur eine Topfpflanzenhaltung. Wie gut mir Achtsamkeit tut. Was Stille tatsächlich bedeutet. Ihre Heilsamkeit erfahren. Wie wichtig die korrekte Wortwahl und eine klare Sicht auf Dinge ist. SelfCare. Im allgemeinen.

Und so verzweifelt ich dieses Jahr auch war (und zugegeben: es war verdammt knapp), so voller Zuversicht bin ich gerade. Denn das Universum hat einen Plan. Bin gespannt wo der uns hinführt.

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