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Simplification

Menschen die einfach denken finde ich tatsächlich beeindruckend. Und damit meine ich nicht diejenigen, die ausschliesslich schwarz/weiss unterscheiden. Somit keine Abstufungen oder anderen Aspekte kennen. Gar zulassen. Auch nicht diejenigen die ihr Denken auf ein Mindestmass heruntergefahren haben. Zur reinen Selbsterhaltung. Womöglich gar nicht denken. Nein. Vielmehr meine ich diejenigen unter uns, die klar und fokussiert sind.

Einfachheit selbst ist nämlich schwieriger als man glaubt. Gerade in der Denkweise. Voraussetzung dafür ist ein Überblick. Auf das grosse Ganze. Ein Verständnis dafür zu haben, wie Themen zusammenspielen. Welche Stellschraube man drehen muss, um etwas zu ändern. Auch welchen Einfluss das auf der anderen Seite hat.

Einfachheit ist meist rational. Aber schliesst Mitgefühl nicht aus. Im Gegenteil.

Wer einfach denkt und handelt hat meist einen sehr steinigen Weg hinter sich. Doch irgendwo auf diesem langen Weg und dem Wunsch nach inneren Frieden gab es einen Punkt. Ein Augenblick der Erkenntnis. Hat man diesen erreicht eröffnen sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Man sieht das gesamte Spektrum. Erschliesst sich die Bedienung des Mechanismus.

Wie oft verzweifelt man doch an Themen. Ereignisse die, wie auch immer geartet, eintreffen. Die meisten Menschen brechen in hektischer Aktivität aus. Sicherlich kennst Du das. Aus eigener Erfahrung. Oder Deinen Beobachtungen. Wenn so etwas geschieht versuchen Menschen mehrere Stellschrauben auf einmal zu bedienen. Da wird in alle Richtungen gedreht. Mit aller Gewalt. Hauptsache Veränderung. Planlos. Chaos bricht aus. Bis der Einfluss auf so viele Faktoren zu gross wird. Und möglicherweise weitere Risiken zu einem Problem werden. Die Flut an „Mist“ die dann auf einen zurollt ist irgendwann nicht mehr zu bewältigen. Bis das System zum Stillstand kommt. Und abstürzt.

Geschuldet ist dies der Komplexität in unser aller Leben. Auch der unserer Umwelt. Und da wir nicht alleine sind auf diesem Planeten, hat alles was wir tun Einfluss. In der Konsequenz dessen wird die zuvor angesprochene Flut immer mehr. Breitet sich aus. Bis alle tief im Wasser stehen. Wobei vermutlich einige ertrinken. Also zusammenbrechen.

Und warum? Weil wir einfach nicht klar und fokussiert (nach-)denken. Und emotional zu wirren Handlungen hinreissen lassen. Ohne uns der Folgen klar zu sein. Uns womöglich am Ende unserer Verantwortung entziehen. „Nach mir die Sintflut.“ Eben.

Dabei ist es eigentlich total einfach:

• Sei Dir deiner Gedanken und Worte bewusst.

• Sei Dir darüber klar das Deine Handlungen Reaktionen bei anderen herbeiführen werden.

• Sei Dir bewusst was Du erreichen möchtest.

• Wäge ab was passiert, wenn Du an dieser oder jener Stelle Einfluss nimmst.

• Sei Dir sicher ob Du das tatsächlich möchtest.

• Handle.

Das Ganze nennt sich Denkprozess. Und ein wunderbares Geschenk der Natur. Um uns das Leben zu vereinfachen. Und ich bin ein absoluter Fan davon.

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