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Wechselgeld

Der Bus fuhr los. Ohne mich. Es regnete. Weiter vorne hatte die Feuerwehr hatte die Strasse gesperrt. Eine Ölspur in nicht unerheblicher Menge floss entlang des Bordsteins. Wie ein verlaufenes Ölgemälde.

Das Reinigungsfahrzeug fuhr der Spur nach. Langsam. Fast unmerklich langsam. Ich orderte mir ein Taxi.

Der Fahrer war ein mürrischer Mensch. Knurrte „Isch fahr‘ üwwer die Autobahn“, als ich ihm mein Fahrtziel mitteilte. Ich mochte ihn jetzt schon nicht.

Hupen. „Was issen, Du Idiot?! Isch hab doch geblinggd.“ – hatte er tatsächlich. Der andere hatte es nur nicht gesehen. Aber diese Grundaggressivität. Furchtbar.

Am Ziel angekommen zeigte der Taxameter € 36,80. „38“, sagte ich und reichten einen Hunderter.

„Den konn isch net wechsle.,“ auch Karte sei nicht möglich. Was nun? „Wechsle losse.“ Also sprang ich raus.

In eine Bäckerei. „Das dürfen wir nicht.“ Kurz überlegte ich vielleicht ein Brezel für € 1 zu erwerben. Aber das wäre nicht ok gewesen. Nicht das Problem auf andere transferieren. Auch im nächsten Laden hatte ich kein Glück. Dabei verkauften sie dort lustige Luftballons. Und Postkarten mit Twittersprüchen.

Im Laden für Herrenanzüge sah es besser aus. Sorgfältig legte der Kundenberater einen Fünfziger, 2 Zwanziger und….ah ja, einen Zehner, auf die Tresen. Er suchte einen Stift. Ob mein Schein auch echt sei. War er.

Ich drückte dem Taxler die 2 Zwanziger in die Hand. Er gab mir 2 Euro zurück. Was für ein Sympathieträger. Ich wünsche ihm alles Gute. Für immer.

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